• Daniela Peer

Dopaminfasten - der Trend aus den USA und was das etwas „andere Fasten“ mit Abnehmen zu tun hat



Dopaminfasten hat zwar nichts mit Abnehmen und Gewicht zu tun, bringt jedoch klare Vorteile mit, wenn man sich auf dem Weg zu einem neuen Lebens- und Ernährungsstil befindet.

Bekannt wurde das Prinzip durch Psychologie-Professor Dr. Cameron Sepah und beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von Dopaminausschüttung (Glückshormon) und impulsivem Verhalten (zB übermäßiger Schokoladengenuss oder Handygebrauch).


Der Botenstoff Dopamin wird immer dann ausgeschüttet, wenn wir Erfolgserlebnisse verspüren oder etwas besonders Schönes erleben 
Es spielt eine wichtige Rolle im Belohnungssystem des Gehirns -> wenn wir durch ein bestimmtes Verhalten Glückgefühle verspüren, steigt die Wahrscheinlichkeit, sein Verhalten danach auszurichten um wieder diesen „Dopamin-Kick“ zu verspüren. 
Drogen haben zB eine solche Wirkung aber auch harmlosere Verhaltensweisen wie Nutzung sozialer Medien oder Essen. 

Hier setzt das Prinzip des Dopamin-Fastens an -> durch bewusste Karenzzeiten des impulsiven Verhaltens (übermäßiger Schokoladengenuss, ständiges Kontrollieren von Instagram-Profilen und dgl) soll das Verhalten von den positiven Gefühlen wieder entkoppelt werden damit wir unser Leben wieder selbstbestimmter und bewusster gestalten.


Was aber hat das nun alles mit Abnehmen und Gewichtsverlust zu tun?


Nun, auf den ersten Blick vermutlich nichts. Beschäftigt man sich jedoch mit den Einflussfaktoren auf langfristigen Gewichtsverlust – und viel mehr Gewichsstabilisierung, so erkennt man schnell, dass neben einer Ernährungsumstellung und Einführung von regelmäßigen Bewegungs- und Sporteinheiten auch die Auseinandersetzung mit den eigenen Verhaltens- und Gedankenmustern, seinen Gefühlen sowie dem Bild über und dem Umgang mit sich selbst von wesentlicher Bedeutung sind.


Vor allem beim sog. Emotionalen Essen (zB Frust/Stressessen) wird der Zusammenhang hier klarer:

Es geht in erster Linie darum, sich seines Verhaltens bewusst zu werden und dann Strategien parat zu haben, das Verhalten im Moment zu kontrollieren oder Alternativen zu finden. 

Ein Beispiel hierzu:

Nach einem anstrengenden Arbeitstag freuen sie sich auf den gemütlichen Tagesausklang auf der Couch mit einer Tüte Chips, denn das entspannt sie. Sie essen genüsslich beim Fernsehen vor sich hin und bemerken gar nicht, wieviel sie dabei essen, bis die Tüte leer ist.

Kommt ihnen das bekannt vor?


Wenn sie sich angesprochen fühlen und mehr über sich selbst, ihre hartnäckigen Verhaltensmuster und Wege, den inneren Schweinehund zu besiegen erfahren wollen, dann freue ich mich, wenn sie mich kontaktieren.

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TIPPS-TIPPS-TIPPS


Hilfe beim (Dopamin)-Fasten im Alltag


1. Planen sie klare Zeiten ein, in denen Sie bewusst auf Smartphone, Laptop, social media & Co verzichten. Sie werden sehen, anfangs ist das noch sehr ungewohnt und sie denken vielleicht, etwas zu verpassen oder es fühlt sich komisch/ungewohnt an. Sie werden die neu gewonnene Zeit jedoch bald schätzen und genießen können!

2. Beobachten sie Zusammenhänge zwischen ihrem Essverhalten und ihrer Stimmung oder Reizen von außen (zB Streit mit dem Partner, Schwierigkeiten mit den Kindern/in der Arbeit, ein geglückter Projektabschluss etc.)

3. Üben sie sich in Achtsamkeit (mindfulness) -> fokussieren sie sich beim Ausführen von Tätigkeiten nur auf eine Sache und vermeiden sie Multitasking.

Zum Beispiel:

· konzentrieren sie sich beim Zähneputzen nur auf diese Tätigkeit ohne an den Tagesablauf, den Einkaufszettel, den Stundenplan der Kinder etc. zu denken.

· Nehmen sie beim Sport/Laufen etc. bewusst keine Musik mit sondern nehmen sie die Umwelt wahr

4. Nutzen sie ihren Atem, um zur Ruhe zu kommen

Eine Übung hierzu wäre:

Schließen sie die Augen und zählen sie beim jedem Einatmen bis drei und beim Ausatmen bis 5. Machen sie das für einige Atemzüge und erweitern sie die Zahlen soweit es für sie möglich und angenehm ist (zB 4/6, 5/7, 6/8 usw).

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